Selbst
Geboren in Straubing 1950.
Kindheit und Jugend in Niederbayern, Schwaben und Franken.
Handwerkslehre 1965-1969. Danach Abitur und Zivildienst.
Studium Grafik-Design an der FH-München.
Artdirector und Freelancer. Büro für Grafik-Design und Buchgestaltung.
Zwischendurch Illustration für Bücher, Zeitschriften und Magazine.
Mehrere Kinderbücher und Kinderbuchcover.
Malerei ab 2014

Malerei
Weite, Wolken, Wasser, Nebel, Dunst, flüchtige Erscheinungen in einer Landschaft oder einem Seestück. Ein Augenblick in der Zeit. Natur und die Elemente in ihrer Schönheit und Vergänglichkeit sind meine Hauptthemen.
Warum gerade Landschaft beziehungsweise Natur als Thema? Weil wir als denkende Individuen eine besondere Beziehung und Verantwortung gegenüber der Natur haben. Weil wir selbst Teil der Natur sind, aus der wir kommen und in der wir vergehen, wie alles andere.
Das Elementare dieses Seins, dieser Prozesse und Erscheinungen drücke ich mit meinen Landschaften aus. Sie sind eine Reflektion über die Vergänglichkeit, sie verweisen auf einen kleinen Ausschnitt in der Zeit, die im ewigen Kreislauf vergeht. Die Zeit anhalten in einem Landschaftssujet bedeutet auch, zurückzutreten, inne zu halten und zu reflektieren worum es in unserem Leben eigentlich geht. Vielleicht findet sich bei der Betrachtung die Möglichkeit, sich von dieser Zeit der Unzufriedenheit, der Aggression, der Gier, der menschlichen Teilnahmslosigkeit, Gehetztheit und digitalen Berieselung abzuwenden und gegen unseren zerstörerischen Raubbau gegenüber der Natur und uns selbst anzugehen.
Zu diesem Zweck setze ich die Gegenwelt der kontemplativen atmosphärischen Landschaftsbilder, nicht im Sinne der Romantik als religiöse Natur-Verklärung und jenseitige Erlösung, sondern als rationale Umsetzung von Schönheit, Freiheit, Sehnsucht und Verantwortung.
Wenn die wahre Bedeutung der Kunst in ihrer Kraft liegt, unser Bewusstsein so zu verändern, dass wir vielleicht nur für eine kurze Zeit eine höhere Realität wahrnehmen können, dann hilft sie uns, die Welt besser zu verstehen und zu interpretieren.
Ich benutze die Malerei, weil sie uns seit Jahrhunderten vertraut und zugänglich ist. Sie ist unmittelbar und anschaulich. In meinen Landschaften liegt alles sichtbar an der Oberfläche. Es müssen keine Chiffren für das Verständnis entschlüsselt werden. Das Geheimnis ist die Natur selbst in ihrer Großartigkeit und Zerbrechlichkeit und dieses Geheimnis steht in unmittelbarem Kontext zu uns selbst.
Der Malprozess befindet sich im Zwiegespräch zwischen Realismus und Abstraktion. Häufig spielt der Zufall beim Entstehen einer Arbeit eine wichtige Rolle. Grober Pinselduktus soll den Prozess spürbar machen.
Bei den experimentellen Papierarbeiten entwickeln sich die Landschaften ohne Vorlagen spontan aus dem Gefühl und der Erinnerung. Ich gehe dabei der Frage nach, in wie weit sich dabei Landschaft noch in wiedererkennbare Formen auflösen lässt, bis sie in die Ungegenständlichkeit von Struktur, Rhythmus und Farbe übergeht.
Die zum Teil fragmentarischen und zerstörten Landschaftsabbildungen sind Metaphern für unsere kaputte, und unwiederbringlich zerstörte Natur, die dem Profit geopfert wurde.